Wände reparieren

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dowel-280808_640Einen Grundputz auftragen muss man normalerweise nur einmal. Später dient dieser dann immer wieder als Grundlage für die verschiedenen dekorativen Schichten. Häufiger werden dabei kleine und große Reparaturen fällig, ehe man mit dem Tapezieren oder Streichen beginnen kann. Das fängt bei nicht mehr benötigten Dübellöchern an und reicht bis zum Sanieren größerer Fehlstellen unter dem Putz, wie man sie vor allem in Altbauten nicht selten vorfindet.

Vorab steht eine Diagnose

Fehlstellen lassen sich durch Klopfen recht zuverlässig aufspüren. Hier ist der Grundputz nicht mehr fest mit dem Mauerwerk verbunden. Das kann zuweilen zwar noch Jahrzehnte halten, aber es ist trotzdem vorteilhafter, solche Stellen mit einer umfassenden Renovierung in Stand zu setzen. Letztendlich wäre es ärgerlich, wenn die aufwendig erstellte Wand nach kurzer Zeit Risse zeigt oder sogar Putz verliert. Putz, der zwar noch halbwegs am Hintergrund haftet, in sich aber brüchig ist, kann man am besten mit einem Paketband entlarven.

Dabei dieses Band stichprobenartig an ausgewählten Stellen aufkleben und mit einem Ruck wieder abziehen. Bleiben kleinere Putzkrümel am Klebeband hängen, ist auch an dieser Stelle ein neuer Putz vonnöten. Am einfachsten lassen sich Stellen sanieren, an denen die oberste Putzschicht oder eine vorhandene Farbschicht feine Partikel verliert oder sich sandig anfühlt. Hier kann eine Grundierung meistens schnell und kostengünstig erledigt und damit ein tragfähiger Grund wiederhergestellt werden.

Ein Alarmzeichen sind Risse in der Wand. Hier muss vorab die Ursache unbedingt abgeklärt werden, ehe man mit weiteren Arbeiten an der Fläche fortführt. Das ist oft gar nicht so einfach, manchmal benötigt man hierzu auch professionelle Hilfe. Im Zweifelsfall sollte man sich diesen Schritt auf keinen Fall sparen, denn steckt ein Bauschaden dahinter, muss dieser saniert werden. Dasselbe gilt auch für feuchte Flecken, die sich auf dem Putz zeigen.

Werkzeug

Je breiter das zum Abziehen einer Reparaturstelle verwendete Werkzeug ist, desto leichter gelingt das Herstellen einer ebenen Fläche. Größere Reparaturstellen können mit einer breiten Flächenspachtel als auch mit einer Maurerkelle bearbeitet werden. Bei kleineren Reparaturen wie dem Füllen eines Bohrlochs genügt auch eine normale Glättekelle oder eine Spachtel.

Verwendete Materialien

Meistens werden für diese Reparaturarbeiten Gips oder Füllzement verwendet. Beide Werkstoffe haben die Eigenschaft, schnell auszuhärten, daher ist ein zügiges Arbeiten angesagt. Bevor das Bohrloch oder die Reparaturstelle ausgebessert wird, sollte die Stelle mit Wasser bespritzt werden. Das hat den Vorteil, dass der Füllmörtel sich besser mit dem Mauerwerk verbindet. Auch dem Aushärten des Füllmaterials die Stelle mit Schleifpapier behandeln.